Cold Brew Rezepte: 5 Ideen für richtig guten Kaffee auf Eis

Cold Brew Rezepte: 5 Ideen für richtig guten Kaffee auf Eis

Cold Brew pur ist schon ziemlich gut. Aber manchmal darf ein bisschen mehr ins Glas. Frucht, Tonic, cremige Komponenten oder Gewürze können einen Kaffee komplett anders wirken lassen – vorausgesetzt, die Zutaten passen zur Bohne und überdecken nicht einfach alles.

Genau deshalb haben wir fünf Cold-Brew-Rezepte zusammengestellt, die geschmacklich wirklich unterschiedlich sind. Keine fünf Drinks mit den immer gleichen Zutaten, sondern fünf eigene Ideen von fruchtig und frisch bis cremig und würzig.

Die Basis bleibt dabei immer dieselbe: guter Kaffee, kaltes Wasser und ein bisschen Zeit.

Das Cold-Brew-Grundrezept

Bevor wir anfangen zu mixen, brauchen wir erst einmal einen guten Cold Brew. Für etwa 600 ml verwendest du 40 g grob gemahlenen Kaffee und 600 ml kaltes Wasser.

Gib beides in eine French Press, rühre einmal vorsichtig um und stelle sie anschließend in den Kühlschrank. Je nach Kaffee darf der Cold Brew zwischen 12 und 16 Stunden ziehen. Danach drückst du den Stempel langsam herunter und schon ist die Basis für unsere fünf Rezepte fertig.

Wer keine French Press hat, kann den Kaffee auch in einem verschließbaren Gefäß ansetzen und anschließend durch einen Kaffeefilter geben.

 

Orange Cold Brew mit Honduras Koffie

Schokolade und Orange funktionieren nicht nur bei Süßigkeiten ziemlich gut zusammen. Unser Honduras Projektkoffie Nr. 5 bringt feine Kakaonoten mit, die sich wunderbar mit frischer Orange kombinieren lassen.

Das Ergebnis ist fruchtig, leicht herb und trotzdem ganz klar Kaffee.

Zutaten für ein Glas
  • 150 ml Cold Brew aus Honduras Projektkoffie Nr. 5
  • 4 Eiswürfel
  • ½ Bio-Orange
  • 20 ml frisch gepresster Orangensaft
Zubereitung

Schneide eine dünne Scheibe von der Orange ab und stelle sie für später zur Seite. Gib die Eiswürfel und den Orangensaft in ein großes Glas und gieße anschließend den Cold Brew darüber.

Drücke zum Schluss etwas Orangenschale über dem Glas leicht zusammen. So kommen die ätherischen Öle der Schale direkt an den Drink. Die Orangenscheibe kommt mit ins Glas.

Einfach, frisch und ziemlich schnell leer.

 

Nektarinen Cold Brew mit Kolumbien Koffie

Beim Kolumbien Projektkoffie Nr. 7 liegt die Nektarine fast schon auf der Hand. Der Kaffee bringt selbst Noten von Nektarine und Schokolade mit. Statt eine komplett neue Geschmacksrichtung ins Glas zu holen, greifen wir genau diese fruchtige Seite auf.

Das macht den Drink intensiv fruchtig, ohne dass der Kaffee verschwindet.

Zutaten für ein Glas
  • 150 ml Cold Brew aus Kolumbien Projektkoffie Nr. 7
  • ½ reife Nektarine
  • 1 TL Ahornsirup
  • 30 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
Zubereitung

Schneide die Nektarine in kleine Stücke und gib etwa zwei Drittel davon in ein Glas. Zerdrücke die Früchte leicht mit einem Löffel oder Stößel und rühre den Ahornsirup unter.

Gib das Mineralwasser dazu und gieße den Cold Brew langsam ins Glas. Die übrigen Nektarinenspalten kommen zum Schluss dazu.

Du magst es weniger süß? Dann lass den Ahornsirup einfach weg. Eine richtig reife Nektarine bringt häufig schon genug mit.

 

Cold Brew Tonic mit Grapefruit

Cold Brew und Tonic ist mittlerweile fast schon ein Klassiker. Deshalb bekommt unsere Variante noch Grapefruit dazu.

Die leichte Bitterkeit der Frucht passt zum Tonic und bringt eine frische, herbe Richtung ins Glas. Definitiv ein Drink für alle, die ihren Cold Brew nicht süß brauchen.

Zutaten für ein Glas
  • 100 ml Cold Brew
  • 100 ml Tonic Water
  • 50 ml frisch gepresster Grapefruitsaft
  • 1 dünne Grapefruitspalte
  • Zubereitung

Fülle ein großes Glas mit Tonic Water und Grapefruitsaft. Gib die Grapefruitspalte dazu und gieße den Cold Brew anschließend langsam über einen Löffelrücken ins Glas.

So entstehen für einen kurzen Moment schöne Schichten. Sie halten nicht ewig, aber lange genug für einen ziemlich guten ersten Eindruck.

Vor dem Trinken einmal kurz umrühren.

 

Creamy Coconut Cold Brew

Jetzt wird es cremig. Kokos und Kaffee können richtig gut zusammen funktionieren, solange aus dem Glas nicht plötzlich ein flüssiges Dessert wird.

Deshalb verwenden wir Kokosdrink und keine schwere Kokoscreme. Das Ergebnis bleibt leicht und bekommt trotzdem eine deutlich tropische Richtung.

Zutaten für ein Glas
  • 150 ml Cold Brew
  • 80 ml kalter Kokosdrink
  • 1 TL Kokosblütenzucker
  • 1 Prise Zimt
Zubereitung

Verrühre den Kokosblütenzucker mit dem Cold Brew, bis er sich weitgehend aufgelöst hat. Gib den Kokosdrink langsam dazu und rühre den Drink einmal um.

Zum Schluss kommt eine sehr kleine Prise Zimt darüber. Wirklich klein. Wir wollen Kokos und Kaffee schmecken und keinen Weihnachtsmarkt eröffnen.

Am besten direkt gut gekühlt trinken.

 

Cherry Vanilla Cold Brew

Kirsche, Vanille und Kaffee klingen erst einmal etwas wilder. Funktionieren zusammen aber erstaunlich gut, besonders wenn der Cold Brew eine schokoladige Seite mitbringt.

Der Trick ist, die Kirsche nicht zu süß werden zu lassen. Deshalb arbeiten wir mit frischen Kirschen und nur einer kleinen Menge Vanille.

Zutaten für ein Glas
  • 150 ml Cold Brew
  • 5 entsteinte Kirschen
  • 1 TL Vanillesirup
  • 40 ml kalte Vollmilch oder Barista-Haferdrink
Zubereitung

Gib vier Kirschen in ein Glas und zerdrücke sie leicht. Rühre den Vanillesirup unter und gieße anschließend den Cold Brew dazu.

Die Milch oder den Haferdrink kannst du kurz kalt aufschäumen und langsam auf den Drink geben. Die letzte Kirsche kommt obenauf oder einfach direkt ins Glas.

Fruchtig, cremig und ein bisschen Coffee-Shop. Nur ohne Bestellung in drei verschiedenen Bechergrößen.

 

Welcher Cold Brew passt zu welchem Rezept?

Nicht jeder Kaffee muss mit jeder Zutat kombiniert werden. Gerade bei Cold Brew lohnt es sich, erst einmal zu schauen, welche Geschmacksnoten der Kaffee selbst mitbringt.

Schokoladige und kakaohaltige Kaffees funktionieren für uns besonders gut mit Zitrusfrüchten, Kokos, Vanille oder dunklen Früchten wie Kirsche. Fruchtigere Kaffees können wunderbar mit Steinobst kombiniert werden.

Unser Tipp ist deshalb ziemlich simpel: Probier deinen Cold Brew zuerst pur. Was schmeckst du? Eher Schokolade, Frucht oder vielleicht etwas Nussiges? Danach kannst du eine Zutat auswählen, die genau diese Richtung aufnimmt oder einen bewussten Kontrast setzt.

Das funktioniert meistens deutlich besser, als einfach alles ins Glas zu geben, was im Sommerregal gut aussieht.

 

Unser Tipp für entspannte Cold-Brew-Tage

Setz am Abend direkt 600 ml Cold Brew an und stell ihn in den Kühlschrank. Am nächsten Tag hast du genug Basis, um mehrere Varianten auszuprobieren.

Vielleicht startest du mit Orange und wechselst danach zu Grapefruit und Tonic. Oder du gehst direkt in Richtung Kokos und machst aus deinem Cold Brew einen cremigen Sommerdrink.

Das Grundrezept bleibt gleich, aber geschmacklich können daraus komplett unterschiedliche Gläser werden. Genau das macht Cold Brew für uns so spannend.

Und falls du nach fünf Rezeptideen am Ende doch nur Kaffee pur trinkst, ist das auch vollkommen okay.

Manchmal ist das beste Rezept ziemlich einfach.

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